{"id":36,"date":"2011-02-09T17:35:13","date_gmt":"2011-02-09T17:35:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.finanzmanager24.eu\/wordpress\/?p=36"},"modified":"2011-02-09T17:35:13","modified_gmt":"2011-02-09T17:35:13","slug":"millionen-sparern-drohen-einbusen-bei-der-riester-rente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.finanzmanager24.eu\/de\/millionen-sparern-drohen-einbusen-bei-der-riester-rente\/","title":{"rendered":"Millionen Sparern drohen Einbu\u00dfen bei der Riester-Rente"},"content":{"rendered":"<p><strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<h1><strong>Einbu\u00dfen bei der Riester-Rente<\/strong><\/h1>\n<h2><strong><a title=\"Sofortrente\" href=\"http:\/\/www.vergleich-sofortrente.de\" target=\"_blank\">Sofortrente<\/a> News &#8211; Millionen Sparern drohen Einbu\u00dfen bei der Riester-Rente<\/strong><\/h2>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Die Wirtschaft boomt, in diesem Jahr sollen auch die Arbeitnehmer mit steigenden L\u00f6hnen profitieren. Was viele Arbeitnehmer aber vergessen: <strong>Eine Gehaltserh\u00f6hung kann die Riester-Zulage schrumpfen lassen. Nicht der einzige Punkt, wo Riester-Sparer aktiv werden m\u00fcssen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Gute Nachrichten vom Statistischen Bundesamt: <\/strong>2010 sind die L\u00f6hne durchschnittlich um 2,2 Prozent gestiegen. Davon profitierte jeder zweite Arbeitnehmer in Deutschland. Doch was den Arbeitnehmer erfreut, kann sich negativ auf den <a title=\"Riester Vertrag\" href=\"http:\/\/www.finanzmanager24.de\" target=\"_blank\">Riester-Vertrag<\/a> auswirken. Denn mit dem Vertragsabschluss ist es nicht getan.<\/p>\n<p>Riester-Sparer verschenken jedes Jahr Millionenbetr\u00e4ge, weil sie ihre Sparbetr\u00e4ge nicht dem aktuellen Lohn anpassen. Und nicht nur bei Gehaltserh\u00f6hungen besteht f\u00fcr Riestersparer Handlungsbedarf. Wer seinen Vertrag nicht regelm\u00e4\u00dfig anpasst, verschenkt bares Geld. K\u00fcmmern m\u00fcssen sich Sparer auch um Zulangen, Steuerersparnis und bei der Auszahlung im Rentenalter.<\/p>\n<p><strong>Das Riester-Prinzip ist denkbar einfach:<\/strong> Der B\u00fcrger spart, der Staat zahlt drauf. Mit 154 Euro j\u00e4hrlich versilbert die Staatskasse die Sparleistungen bei Erwachsenen. F\u00fcr jedes Kind schl\u00e4gt der Staat bis zu 300 Euro zus\u00e4tzlich drauf. Soweit die Theorie, an der Praxis scheitern viele: &#8222;Viele Sparer lassen ihre Anspr\u00fcche verstreichen oder sch\u00f6pfen die F\u00f6rderung nicht voll aus&#8220;, sagt Ralf Scherfling, Finanzexperte von der Verbraucherzentrale NRW.<\/p>\n<p>Von den 10,8 Millionen <a title=\"Riester Vertrag\" href=\"http:\/\/www.renten-pfadfinder.de\" target=\"_blank\">Riester-Vertr\u00e4ge<\/a> wurden lediglich 7,8 Millionen Vertr\u00e4ge gef\u00f6rdert, knapp 30 Prozent der Riester-Sparer verschenken somit bares Geld, weil der Zulagenantrag nicht oder nur unvollst\u00e4ndig beim Zulagenamt eingereicht wurde. Doch auch wer zu sp\u00e4t handelt, riskiert den Verlust der Staatspr\u00e4mie: &#8222;Sp\u00e4testens zwei Jahre nach dem Beitragsjahr muss der Antrag beim Anbieter vorliegen&#8220;, warnt Scherfling.<\/p>\n<p><strong>Der Eigenbeitrag f\u00fcr die volle Zulage ist schnell berechnet: <\/strong>Berechnungsgrundlage ist das Bruttoeinkommen des Vorjahres. Davon werden vier Prozent berechnet und die Zulagen abgezogen. Beispiel: Ein Angestellter mit zwei Kindern hat 2010 Brutto rund 40.000 Euro verdient. 2011 m\u00fcsste er daher einen Eigenbeitrag von 846 Euro leisten (1600 Euro abz\u00fcglich 154 Euro Grundzulage und zweimal 300 Euro Kinderzulage). Der Betrag kann bei den meisten Anbietern wahlweise in monatlichen Tranchen oder als einmalige Zahlung geleistet werden.<\/p>\n<p>Wer sich ersparen will, die Zulagen jedes Jahr aufs Neue zu beantragen, kann bei seiner Gesellschaft auch einen Dauerzulage-Antrag stellen. Damit beantragt der Riester-Anbieter die Zulage jedes Jahr automatisch anhand der Daten, die mitgeteilt wurden. Aber Vorsicht: &#8222;Die Anbieter sind keine Hellseher: Wenn sich an der pers\u00f6nlichen Situation etwas ver\u00e4ndert, muss der Sparer den Anbieter informieren&#8220;, warnt Scherfling. Das ist etwa bei der Geburt eines (weiteren) Kindes oder beim Wegfall des Kindergeldes der Fall. Es kann auch passieren, dass man die F\u00f6rderf\u00e4higkeit verliert &#8211; zum Beispiel nach einer Scheidung, wenn man vorher nur mittelbar f\u00f6rderberechtigt war. Wer hingegen seinen Arbeitsplatz verliert und Arbeitslosengeld bekommt, bleibt weiterhin f\u00f6rderf\u00e4hig und kann daher weiter riestern. Teilt der Sparer die \u00c4nderungen nicht mit, riskiert er die R\u00fcckforderungen der Zulagen.<\/p>\n<p>Wer die Bequemlichkeit sch\u00e4tzt, sollte zudem darauf achten, bei Gehaltsschwankungen den Eigenbeitrag anzupassen: Ungewollt zahlen viele Sparer mehr in ihren Vertrag ein, als f\u00fcr die maximale F\u00f6rderung n\u00f6tig ist. Oder &#8211; im umgekehrten Fall &#8211; sie erhalten wegen eines zu geringen Eigenbeitrags nicht mehr die volle Zulage.<\/p>\n<h3><strong>Beim Riestern Steuern sparen<\/strong><\/h3>\n<p>Was viele Sparer vergessen: Mit einem Riester-Vertrag lassen sich nicht nur Zulagen kassieren, sondern auch die Steuern dr\u00fcckenm, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Die Sparbeitr\u00e4ge inklusive der Zulagen k\u00f6nnen vorm Fiskus als Sonderausgaben geltend gemacht werden, sagt Kerstin Jeske, Steuerberaterin und Anw\u00e4ltin in der D\u00fcsseldorfer Kanzlei BMS. Maximal absetzbar sind derzeit 2100 Euro pro Jahr. Das Finanzamt f\u00fchrt dann eine G\u00fcnstigerpr\u00fcfung durch: Ist der Sonderausgaben-Abzug h\u00f6her als der Anspruch auf Zulage, wird unter Anrechnung der Zulagen dieser ber\u00fccksichtigt. &#8222;Besonders f\u00fcr Gut-Verdiener kann sich das lohnen&#8220;, sagt Jeske.<\/p>\n<p><strong>Der Aufwand ist gering:<\/strong> Ein Kreuz auf Seite 2 des Mantelbogens in Zeile 40, dann m\u00fcssen in der &#8222;Anlage AV&#8220; noch geleistete Eigenbeitr\u00e4ge und die gew\u00e4hrten Zulagen eingetragen werden. Voraussetzung f\u00fcr den Sonderausgabenabzug ist aber, dass der Steuerpflichtige gegen\u00fcber seinem Riester-Anbieter in die \u00dcbermittlung aller relevanten Vertragsdaten ans Zulagenamt zustimmt.<\/p>\n<p>Dann ist das Finanzamt an der Reihe &#8211; die Beamten pr\u00fcfen, ob die Steuerersparnis h\u00f6her ist als die Summe der staatlichen Zulagen. &#8222;Trifft das zu, kommt der Steuerpflichtige in den Genuss des h\u00f6heren Sonderausgabenabzugs&#8220;, sagt Jeske. \u00dcbersteigt hingegen die Summe der Zulagen die Steuerersparnis, bleibt es bei der Zulage. Wichtig: Auch wer ausschlie\u00dflich auf den Steuervorteil spekuliert, sollte unbedingt einen Zulagenantrag stellen. Denn auch wenn nicht beantragt, wird die fiktive Zulage dem Sonderausgabenabzug mindernd entgegengesetzt.<\/p>\n<p>Riester-Sparer mit einem Huckepack-Vertrag k\u00f6nnen sich dar\u00fcber hinaus auch die Beitr\u00e4ge des Ehepartners anrechnen lassen. Der unmittelbar f\u00f6rderberechtige Ehepartner kann sowohl die eigenen Vorsorgebeitr\u00e4ge und Zulagen als Sonderausgaben geltend machen, als auch die seines nur mittelbar f\u00f6rderberechtigten Ehepartners. Abschreiben l\u00e4sst sich aber auch in diesem Fall maximal der H\u00f6chstbetrag von 2100 Euro.<\/p>\n<h3><strong>Riester-Vertr\u00e4ge wechseln, k\u00fcndigen, stilllegen<\/strong><\/h3>\n<p>Immer mehr Finanzdienstleister springen auf den Riester-Zug auf. Die Margen sind zwar gering, daf\u00fcr aber stetig &#8211; auch in Krisenzeiten. Neben den klassischen Versicherungsprodukten werden daher Riester-Vertr\u00e4ge auch als Banksparpl\u00e4ne oder Fondsanlage angeboten. Besonders die Fondsgesellschaften konnten sich zuletzt \u00fcber einen Kundenansturm freuen: Im Vergleich zu den <a title=\"Versicherungen\" href=\"http:\/\/www.finanzmanager24.net\" target=\"_blank\">Versicherungen<\/a> punkten sie h\u00e4ufig mit h\u00f6heren Renditen.<\/p>\n<p>Der Wechsel von Anbieter und Riesterprodukt ist problemlos m\u00f6glich. Der Sparer muss seinem Altanbieter lediglich formlos die K\u00fcndigung aussprechen und um \u00dcbertrag auf den neuen Anbieter bitten. Im K\u00fcndigungsschreiben sollten neben der Kunden- und Depotnummer auch die Zertifizierungs-Nummer des neuen Anbieters angegeben werden. Wichtig: Der neue Vertrag muss schon abgeschlossen sein, bevor der alte Vertrag gek\u00fcndigt wurde. Ansonsten fordert der Staat alle Zulagen und Steuervorteile zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Vor dem Wechsel lohnt sich eine kurze R\u00fccksprache mit dem neuen Anbieter: Viele Gesellschaften bieten Wechselwilligen ein Blankoformular an, das von der neuen Gesellschaft beim Altanbieter eingereicht wird &#8211; die Formalit\u00e4ten machen die Anbieter dann unter sich aus.<\/p>\n<p>Bis das Kapital \u00fcbertragen wurde, kann es letztlich eine Weile dauern. Der Gesetzgeber r\u00e4umt den Sparern eine K\u00fcndigungsfrist von drei Monaten zum Quartalsende ein. Ganz widerstandslos lassen die Altanbieter ihre Kundschaft allerdings nicht ziehen: &#8222;Bei einem Wechsel werden Geb\u00fchren f\u00e4llig, die oft zwischen 50 und 100 Euro liegen&#8220;, sagt Verbrauchersch\u00fctzer Scherfling.<\/p>\n<p>Doch auch wenn die Renditeaussicht bei anderen Anbietern locken mag, ein Wechsel lohnt sich nicht in jedem Fall. &#8222;bei vielen Riester-Produkten fallen in den ersten f\u00fcnf Jahren Abschluss- und Vermittlungskosten an&#8220;, sagt Scherfling. Gerade bei Versicherungsprodukten k\u00f6nne das schnell ins Geld gehen: &#8222;Das muss man bei der \u00dcberlegung, einen neuen Vertrag abzuschlie\u00dfen, ber\u00fccksichtigen&#8220;, sagt der Verbrauchersch\u00fctzer. Als Faustregel gilt: Je k\u00fcrzer der Vertragsabschluss zur\u00fcckliegt und je l\u00e4nger die Restlaufzeit, desto h\u00f6her die Chance, dass sich ein Vertragswechsel rechne.<\/p>\n<p>Wenig empfehlenswert ist auch die Vertragsk\u00fcndigung: Ausgezahlt wird, nach Abzug von Zulagen, nur der Nominalwert &#8211; die Kapitalgarantie greift erst bei Vertragserf\u00fcllung. Statt zu k\u00fcndigen lohnt sich daher in vielen F\u00e4llen, den Vertrag beitragsfrei zu stellen &#8211; das ist jederzeit m\u00f6glich. Damit entf\u00e4llt die finanzielle Belastung, nicht aber die gezahlte Zulagen und Steuerersparnisse.<\/p>\n<h3><strong>Endlich Rentner: Was in der Auszahlphase zu beachten ist<\/strong><\/h3>\n<p>Fr\u00fchestens mit 60, sp\u00e4testens aber mit 67 beginnt die Auszahlphase. Beim Vertragsabschluss muss zwar ein vorl\u00e4ufiger Renteneintritt angepeilt werden, \u00c4nderungen sind sp\u00e4ter aber noch m\u00f6glich. Die meisten Gesellschaften weisen die Sparer kurz vor Renteneintritt auf die Restlaufzeit des Vertrages hin. Der Beginn der Auszahlphase kann dann sowohl nach vorne als auch nach hinten verschoben werden. Der Gesetzgeber gew\u00e4hrt dem Riester-Sparer zudem, mit Beginn der Auszahlphase, einmalig bis zu 30 Prozent des Kapitals zu entnehmen. Der Rest wird bis zum Lebensende verrentet.<\/p>\n<p>Doch auch wenn der Vertragsinhaber verstirbt, f\u00e4llt das angesparte Verm\u00f6gen nicht in die H\u00e4nde des Staates: Verheiratete k\u00f6nnen sich im Erbfall das Kapital vollst\u00e4ndig auf einen eigenen Vertrag \u00fcbertragen oder auszahlen lassen. Alle anderen Erben haben zumindest das Anrecht auf eine sch\u00e4dliche Verwendung &#8211; Zulagen und Steuervorteile m\u00fcssen somit zur\u00fcckgezahlt werden. Gleiches gilt \u00fcbrigens auch, wenn der Vertragsinhaber noch vor Beginn der Auszahlungsphase verstirbt.<\/p>\n<p>Sobald es zur ersten Auszahlung kommt, tritt auch das Finanzamt wieder auf den Plan. Zwar sind die Riester-Ertr\u00e4ge auch nach der Einzahlung noch von der Abgeltungssteuer befreit, nicht aber von der Einkommenssteuer: &#8222;In der Leistungsphase f\u00e4llt die Steuer in voller H\u00f6he an&#8220; sagt Fachanw\u00e4ltin Jeske. Alle Auszahlungen werden daher mit den individuellen Steuers\u00e4tzen der Sparer abgerechnet. Immerhin k\u00f6nnen sich die Sparer den Werbungskostenpauschbetrag anrechnen lassen. Weil die Progessionsstufe bei Rentnern in aller Regel geringer ausfalle als bei Erwerbst\u00e4tigen, sei das aber leichter zu verkraften.<\/p>\n<p>Quelle: 2010 Handelsblatt GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einbu\u00dfen bei der Riester-Rente Sofortrente News &#8211; Millionen Sparern drohen Einbu\u00dfen bei der Riester-Rente Die Wirtschaft boomt, in diesem Jahr sollen auch die Arbeitnehmer mit steigenden L\u00f6hnen profitieren. Was viele Arbeitnehmer aber vergessen: Eine Gehaltserh\u00f6hung kann die Riester-Zulage schrumpfen lassen. Nicht der einzige Punkt, wo Riester-Sparer aktiv werden m\u00fcssen. 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